Maria Montessori

Maria Montessori wurde im Jahre 1870 in der Stadt Ancona in Italien geboren. Während ihrer Schulausbildung interessierte sie sich insbesondere für technisch-naturwissenschaftliche Themen und studierte anschließend Medizin in Rom. 1896 schloss sie als erste Frau Italiens ihr Medizin-Studium mit der Promotion ab.

Sie engagierte sich für die rechte der Frauen und für soziale Reformen. Über ihr Interesse für Psychiatrie gelangte sie schließlich zur Pädagogik und beschäftigte sich mit der Entwicklungsförderung von Menschen mit Behinderungen.

Maria Montessori absolvierte ein weiteres Studium der Pädagogik und Anthropologie und war einige Zeit als Dozentin in der Lehrerausbildung tätig.

1907 übernahm sie die Leitung des "casa die bambini" - ein Haus für benachteiligte Kinder. Die Gründung weiterer Einrichtungen folgte. Ihre Person und ihre Reformpädagogik wurde weltweit geschätzt und sie bildete entsprechend Lehrkräfte aus.

Als die Faschisten die Macht in Italien ergriffen, versuchte sie zunächst, sich mit den neuen Machthabern zu arrangieren. 1934 kam es jedoch zum Bruch, so dass sie nach Barcelona und später nach Holland zog. Mehrmals hielt sie sich auch für längere Zeit in Inden auf.

In Holland verstarb Maria Montessori im Jahre 1952.

 

Das Menschenbild der Maria Montessori:


Ihr Bild vom Kind:

  • das Kind ist Baumeister seiner selbst
  • die Entwicklung des Kindes wird von innen heraus gesteuert
  • die Entwicklung des Kindes nutzt sensible Phasen
  • das Kind braucht Liebe, Freiheit und eine vorbereitete Umgebung für ein optimales Wachstum
  • die wichtigste Funktion des kindlichen Geistes ist die Konzentration
  • das Kind ist von Anfang an ein vollwertiger Mensch

Ihr Bild vom erziehenden Erwachsenen:

  • der Erwachsene muss sich zurücknehmen, damit das Kind sich entwickeln kann
  • der Erwachsene muss die Person des Kindes respektieren
  • der Erwachsene ist der Garant der Freiheit des Kindes
  • das Kind braucht Erwachsene, um zu leben - Erwachsene können ohne Kinder leben